SAZ

(Arbeitstitel)

Currently in Production

Filming: 2017 - Film Release: 2018

Ein Film von

Stephan Talneau

 

mit

Petra Nachtmanova

 

Logo Design

Eddie Wong

 

Produzenten

Cay Wesnigk

 

produziert von

Anthro-Media

koproduziert mit

in Zusammenarbeit mit

mit der Unterstützung von

Inhalts

 

Niemand erinnert sich wie es begann: aber seit mehr als 2000 Jahren wird die Saznun gespielt. Von den östlichen Regionen Chinas bis in die Mitte Europas, an den Lagerfeuern kleiner Weiler bis ins Internet auf Youtube. Menschen teilen ihre Freude und Sorge mittels eines einfachen Saiteninstruments, der Saz.

 

Und es passiert auch heute, mitten unter uns und doch für viele unsichtbar, unhörbar, aber jeden Tag aufs’ neue. Die türkischen Gastarbeiter brachten ihre Instrumente mit, als sie nach Deutschland kamen. Heute, 50 Jahre später, ist die Tradition des Sazspiels beliebt, und sie wird passionierter gespielt als je zuvor. In Berlin-Kreuzberg hört man das Spiel der Saz überall, ist man erstmal auf sie aufmerksam geworden. In kleinen Läden, Kaffeehäusern und Kebab Buden. Man sieht Kinder mit einer umgeschnallten Saz auf dem Weg zur Probe oder nach Hause, sie alle spielen ihr Instrument und sie teilen ihre Fortschritte und ihre Idole auf Youtube. Die Saz und ihre Lieder sind der Schlüssel zu ihrer Vergangenheit und zu ihren Herzen.

 

Doch in der Umgebung scheint der Klang der Saz nicht gehört zu werden.

 

Petra Nachtmanova ist eine der wenigen europäischen Musiker, die die Saz spielt. Nach einem Auftritt im türkischen TV gewann sie viele Fans in den sozialen Netzwerken für die Leidenschaft, mit der sie die Lieder der Saz singt. Zugleich ist sie immer noch im Begriff die Saz zu ergründen und zu erfahren, warum diese auch nach Tausenden von Jahren so zentral für die kulturelle Tradierung ist, bis auf den heutigen Tag.

 

Daher fasst sie den Entschluss sich von Berlin aus auf den Weg zu begeben, dem Weg der Saz in umgekehrter Richtung durch sieben Länder zu folgen: durch die Dörfer des Balkans, in das chaotische Istanbul, zu den Weiten Anatoliens, den Bergen des Kaukasus, zu den "Asiks" aus Azerbaijan bis in die sagenumwobene Region Khorassan, von der man sich erzählt, dass hier die Saz geboren wurde.

 

Jeder Schritt ihrer Reise wird bereits durch kleine Ausschnitte von Interviews und Videoclips, die im Internet veröffentlicht werden, begleitet.  Petra Nachtmanova wird reisen, um die ungeschriebenen Legenden zu entdecken, die mit der Saz erzählt werden. Ihre Suche führt sie an mythisch aufgeladene Orte der Vergangenheit, um dort die zeitgenössischen Musiker, die ein Teil und zugleich Repräsentanten ihrer regionalen Geschichte sind, zu treffen, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu sprechen und gemeinsam zu spielen.

 

“SAZ”- Ein dokumentarischer Roadmovie; eine Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Europa, in der beide Parteien zusammenarbeiten, um ein Instrument zu feiern, das Grenzen überwinden und Menschen zueinander bringen kann. Eine Reise gefilmt durch die Augen einer Europäerin auf der Suche nach einer kollektiven Kultur - von Stadt zu Stadt, von den Weiten über die Berge – auf Straßen und Pfaden, begleitet von den Liedern der SAZ, um eine musikalische Brücke zu bauen zwischen den Kulturen und Zeiten.

Director's Intention

 

IIch glaube, Filme können neue Perspektiven bieten und neue Sichtweisen eröffnen. Wir leben in einer Zeit, in der Gewalt, Extremismus, spektakuläre Ereignisse und vereinfachte Darstellungen komplexer Probleme den multimedialen Alltag überfluten. Ich mache diesen Film mit der Absicht, eine Brücke zwischen den Kulturen zu schaffen, um diese Unterschiede zu zeigen und die denoch immer möglichen Gemeinsamkeiten. Ich möchte ein neues Licht auf eine Kultur werfen, die zu oft auf ihre Stereotypen reduziert wird. Ich möchte zeigen, dass es möglich ist, dass Menschen sich über Grenzen hinweg verstehen. Vor vielen Jahren entdeckte ich den Klang und die Geschichten der Saz. Ich spürte welche Magie von ihr ausging und war von dem Phänomen und seiner Bedeutung fasziniert. Ich hatte den Eindruck , dass um mich herum jeder nur die Klischees sah, bis ich Petra Nachtmanova getroffen habe. Den Film “SAZ” zu realisieren bedeutet für mich, sich absichtlich einen Schritt abseits von üblichen Berichterstattungen über "orientalische Kultur“ zu begeben. Ich möchte eine Geschichte der Entdeckung und Abenteuer erzählen, durch die Augen einer jungen Frau in voller, tiefer Hingabe zu einer anderen Kultur. Dieser Film wird die Reise von Petra Nachtmanova dokumentieren und dabei langsam die verborgene Geschichte des Instruments enthüllen. Um den Prozess dokumentieren zu können, ist es genauso wichtig, die Suche selbst und ihre Zwischenergebnisse als Schritte festzuhalten.

Ich glaube, Filme können neue Perspektiven bieten und neue Sichtweisen eröffnen. Wir leben in einer Zeit, in der Gewalt, Extremismus, spektakuläre Ereignisse und vereinfachte Darstellungen komplexer Probleme den multimedialen Alltag überfluten. Ich mache diesen Film mit der Absicht, eine Brücke zwischen den Kulturen zu schaffen, um diese Unterschiede zu zeigen und die denoch immer möglichen Gemeinsamkeiten. Ich möchte ein neues Licht auf eine Kultur werfen, die zu oft auf ihre Stereotypen reduziert wird. Ich möchte zeigen, dass es möglich ist, dass Menschen sich über Grenzen hinweg verstehen. Vor vielen Jahren entdeckte ich den Klang und die Geschichten der Saz. Ich spürte welche Magie von ihr ausging und war von dem Phänomen und seiner Bedeutung fasziniert. Ich hatte den Eindruck , dass um mich herum jeder nur die Klischees sah, bis ich Petra Nachtmanova getroffen habe.

 

Den Film “SAZ” zu realisieren bedeutet für mich, sich absichtlich einen Schritt abseits von üblichen Berichterstattungen über "orientalische Kultur“ zu begeben. Ich möchte eine Geschichte der Entdeckung und Abenteuer erzählen, durch die Augen einer jungen Frau in voller, tiefer Hingabe zu einer anderen Kultur. Dieser Film wird die Reise von Petra Nachtmanova dokumentieren und dabei langsam die verborgene Geschichte des Instruments enthüllen. Um den Prozess dokumentieren zu können, ist es genauso wichtig, die Suche selbst und ihre Zwischenergebnisse als Schritte festzuhalten.

Biographies

Stephan Talneau - Regisseur

www.stephantalneau.com

 

Stephan Talneau ist ein Filmemacher, Cutter und Regisseur mit 12 Jahren Erfahrung in der Filmindustrie.

 

In diesem Rahmen wurde er mit dem Jonestown Paradise Lost ausgezeichnet, gewann die Wiedergabe Best Canadian Programm Award bei den 2007 BANFF World Television Awards als Film- Editor und wurde als Filmregisseur zu Berlinale Talent Campus und dem BBC Film Netzwerk eingeladen. Zusätzlich wurde sein erstes Berliner Projekt, „Sprung von einer Plattform“, auch vom BBC Film Network vorgestellt und in Berlin, Paris und Jerusalem gescreent.

 

Als professioneller Film-Editor gehören zu seinen Credits auch zahlreiche abendfüllende Programme auf internationalen Kanälen wie BBC, History Channel, Discovery Channel, France 2, Canal Plus sowie eine Auswahl an Film Festivals. Als Offline-Editor hat er mit vielen bekannten Netzwerken, Projekten und Künstlern gearbeitet.

 

Derzeit setzt Talneau seine Zusammenarbeit mit Sasha Waltz und Gästen fort und baut sein Projekt "BerlinerMoment" weiter aus, bei denen er seine Dokumentationen über innovative, internationale Musiker zusammenbringt mit Portraits der Künstler, ihrem Leben in Berlin und ihrem Leben für die Live-Konzerte.

Ausgewählte Filmography:

 

 Back & Forth – Four Tet – Music Video  Directing and editing. 2005
>Screened on the “BBC FILM NETWORK

Jump from a Platform - Exp. Short Film
Directing and editing. 2007
>Screened on the “BBC FILM NETWORK BERLIN NEXT” selection, Paris; DEFROST festival, Jeruslamen

Let the Lolitas Dream - Doc - 45'
Directing and editing. 2003
>Produced with the support of the CNC (Centre National de la Cinematographie)

ART WAR - Doc - 90' - Cinema/Arte
Editing. 2013
>Special Mention Prize in the Leipzig Documentary Film Festival 2013

The GlenCoe Massacre - Doc.Drama - 60' - BBC Editor
Ulrike Ottinger, Die Nomadin von See – Documentary – 90’ - ARTE
Editor
>BERLIN INTERNATIONAL FILM FESTIVAL 2012 in the section PANORAMA

Primaires au PS - Documentary – 90’ - Canal+

Editor
Jonestown – Paradise Lost – Docu-drama – 100'

Editor
>Playback Best Canadian Program Award at the 2007 BANFF WORLD TELEVISION AWARDS.

Petra Nachtmanova - Protagonistin

www.petranachtmanova.com

 

Im Alter von 16 Jahren streifte Petra Nachtmanova barfuß durch die österreichische Hauptstadt und entdeckte in sich ein Talent für das Auffinden von vierblättrigen Kleeblättern. Auf die Frage nach ihrer Herkunft fand sie lange keine Antwort und entdeckte schließlich die Musik als Vehikel für die Suche nach ihrer eigenen Identität.

 

Geboren in Wien als Tochter einer polnischen Mutter und eines tschechischen Vaters sind Petras Muttersprachen Polnisch, Tschechisch und Deutsch. Bis zum siebten Lebensjahr besaß sie zwei Pässe, entschied sich aber dann für die österreichische Staatsbürgerschaft.

 

Als Mensch und als Musikerin passt Petra Nachtmanova in keine Schublade. Ihrer multikulturellen Herkunft stets bewusst, ist es für sie selbstverständlich durch die Musik Brücken zwischen Menschen und Kulturen zu schaffen. Als eine Form für die gegenseitige Anerkennung hat sie ganz gleich ob in China, Bulgarien, Großbritannien, Österreich oder in der Türkei, immer die verschiedenen Musik- und Gesangsstile angenommen.

 

 

 

 

 

Der Saz Film kombiniert das Interesse an kulturellen Traditionen, die sie in ihrem Studium am Zentralasien Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin verfolgt, mit ihren weitreichenden musikalischen Aktivitäten. Sie ist eine Reisende, die lieber Bummelzüge nimmt oder sogar Pferde, um die Wege bewusst zurück zu legen, so erreicht sie auch ohne Flugzeug und Auto jedes Ziel. Gerade durch diese, ihr eigene Art, kommt sie schnell in direkten Kontakt mit Menschen, und ihre Sprachbegabung tut ein übriges - sie beherrscht acht Sprachen, und die universelle Sprache der Musik.